Unsere Welt. Unsere Reisen. Unsere Geschichten.
Uns zieht es hinaus in die Natur – an Orte, an denen wir in eine andere Welt eintauchen können. Orte, die uns Kraft geben und an denen wir den Alltag hinter uns lassen. Atemberaubende Landschaften abseits der Touristenpfade und ausgiebige Tierbeobachtungen ziehen uns in ihren Bann und lassen unser Herz höherschlagen.
Auf dieser Webseite erzählen wir von unseren Erlebnissen in fernen Ländern und laden euch ein, aufzuspringen auf eine Reise durch unsere Bilder und ihre Geschichten.
Unsere Entdeckungen
Neueste Reiseerlebnisse
Madeira ist mehr als Landschaft – es ist ein Spiel aus Wolken, Nebel und Licht. Die Insel zeigt sich nicht auf den ersten Blick, sie verlangt Geduld. Morgen für Morgen stehen wir auf, bevor der Tag beginnt, und warten. Auf ein Licht, das kommt – oder eben nicht. Oft bleibt der Himmel grau, die Hoffnung leise, und der Moment verstreicht ungenutzt. Doch auf Madeira gehört das dazu. Zwischen Wolken, Wind und Stille entstehen Bilder, die sich nicht erzwingen lassen. Und manchmal öffnet sich für einen kurzen Augenblick eine andere Welt. Still. Klar. Unwirklich. Und genau dieser Moment bleibt – lange, nachdem das Licht verschwunden ist.
Der Kerkini-See wirkt still, fast unscheinbar – bis ein kleines Fischerboot das Wasser teilt und eine Welt eröffnet, die wackelt und Kraft kostet. Spiegelungen verdoppeln die Welt, und aus flüchtigen Augenblicken entstehen Bilder, die im Wasser zu tanzen scheinen. Das Boot schwankt, Licht und Schatten wandern, Pelikane gleiten dicht vorbei. Jede Bewegung, jeder Windstoss, jede Welle macht das Bild zur kleinen Herausforderung – und gleichzeitig verschmelzen Staunen und Konzentration miteinander. Sanfte Pastelltöne legen sich über den See, und von den Tagen auf dem Wasser bleibt die Erinnerung, die über den Wellen fliesst – und das Pelikanfieber.
Eine Bootsfahrt am Morgen. Ruhiges Wasser, weite Landschaft, nichts als Stille und vorbeiziehende Vögel. Nichts passiert. Bis sie am Ufer stehen. Drei Löwen. Vor ihnen ein breiter, tiefer Kanal. Die Löwin geht vor, setzt eine Pfote ins Wasser, dann die nächste – bis sie den Boden unter den Füssen verliert und zu schwimmen beginnt. Die beiden Männchen folgen, die Blicke wachsam, die Gesichter angespannt. Kurz vor dem Ufer kippt die Stimmung. Ein Schatten unter ihnen, ein tiefes Knurren. Sie preschen hastig nach vorne, erreichen das Ufer und verschwinden lautlos im Busch. Zurück bleibt Stille. Und wir sitzen fassungslos da.
Unsere Reisewelt
Eine Leopardin lauert in einem kleinen, ausgetrockneten Graben – kaum mehr als ein lebendiger Schatten, ein Hauch von Bewegung, der plötzlich Bedeutung bekommt. Zwanzig Minuten lang schleicht sie vorwärts, Schritt für Schritt, lautlos wie Staub im Wind. Zwanzig Minuten lang scheint die Welt nur aus ihrem Atem, ihrem Rhythmus, ihrem Willen zu bestehen. Alles wirkt enger, spannungsgeladen, konzentriert auf diesen einen Moment. Dann ein schriller Ruf aus den Baumkronen – die Affen schlagen Alarm. Die Beute flieht. Der Zauber zerbricht. Und bleibt doch für immer.