Das magisch helle Grün der Verzasca
Oktober 2020
Eigentlich wären wir in Sambia. Doch Corona macht uns einen Strich durch die Reisepläne – und plötzlich liegt das Tessin statt Afrika vor uns. Als sich die Wettertendenzen langsam abzeichnen und die «Sonnenstube» der Schweiz während unserer Ferien tatsächlich ihrem Namen alle Ehre zu machen scheint, buchen wir kurzerhand einige Nächte in Gordola bei Locarno.
Was zunächst wie eine spontane Notlösung klingt, entpuppt sich als fotografischer Glücksfall. Unser Ausflugsziel ist die faszinierende Landschaft von Verzasca und Maggia. Das Wasser hat sich über Jahrtausende seinen Weg durch den Granit gebahnt, Felsen geschliffen, Rinnen geformt und natürliche Becken geschaffen. Dieses magisch helle Grün der Verzasca schimmert je nach Licht zwischen leuchtendem Smaragd und tiefem Türkis. Im Zusammenspiel mit dem hellen Granit entstehen immer neue Formen, Strukturen und Farbschattierungen.
Je genauer wir hinschauen, desto mehr entdecken wir. Mal fliesst das Wasser sanft über glatt polierte Felsplatten, mal sammelt es sich in tiefen Becken oder stürzt über kleine Kaskaden talwärts. Wir suchen nach besonderen Perspektiven, lassen uns Zeit für die Details und entdecken Motive, die beinahe abstrakt wirken.
Auch die Maggia zeigt uns eine ganz eigene Seite dieser faszinierenden Landschaft. Mächtige Felsformationen, tief eingeschnittene Wasserbecken und das klare Grün des Wassers ergeben immer wieder neue Kombinationen aus Licht, Stein und Wasser.
Ein Augenschmaus – und für uns eine kleine Schatzkammer voller naturfotografischer Delikatessen.
«Die Natur schafft Formen, die kein Künstler erfinden könnte.»