Wo es die Wüste auf die Spitze treibt
Für einmal sind es weniger die Tiere, sondern die Wüsten, die mich zutiefst beeindrucken. Die Namib ist die älteste Wüste dieses Planeten – und ich bin mir sicher: es ist die Schönste. So karg, so lebensfeindlich, und doch von einer stillen Sanftheit. Ich verliere mich in ihren Farben, im Spiel aus Licht und Schatten, im leisen Rauschen des Windes über den Dünen. Und doch ist Namibia anders, als ich es erwartet habe. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick. Dieses Land braucht Zeit – Zeit, um es zu begreifen, um die Stille nicht als Leere zu empfinden, sondern als Raum, der einen selbst still werden lässt. Und irgendwann ist sie da, ganz leise: diese Verbundenheit. Das Gefühl, angekommen zu sein - mitten im Nichts. Namibia brennt sich in mein Herz, ohne Drama, ohne Worte – still und tief.